„Dreh dich, dreh dich, Rädchen, Spinne mir ein Fädchen...“ Leise surrt das Spinnrad von Barbara Brunath. Auf und ab wippen ihre Füße und aus dem wolkenweichen Vlies entsteht ein dünner, gleichmäßiger Faden. „Kinderleicht“, denke ich beim Zuschauen und setze mich selbst an das Spinnrad. Doch was ist das? Das Rad läuft rückwärts statt vorwärts, ich zupfe nicht Wölkchen, sondern Wollklumpen, ich verhaspele mich. Auf der Spule rollt sich Knotenmurks, nicht mal
für Socken zu gebrauchen. Mit den Knoten aber wächst meine Bewunderung für das Können der Spinnerin. Gut, dass es heute noch viele Frauen wie Barbara oder Klöppellehrerin Beatrice Müller gibt, die die alten Handarbeitstechniken beherrschen und ihr Wissen in Kursen an Interessierte weiter geben. Es sind diese alten Techniken, die auch heute noch unser Leben bereichern und unsere Wohnungen gemütlicher machen. Vielleicht melden Sie sich ja auch mal bei einem Kurs an. Eines
kann ich Ihnen versichern: Es macht Spaß